Konjacmehl

Seit kurzem wird ein neuer Rohstoff als Gelbildner gehandelt. Tatsächlich handelt es sich um einen alten Bekannten.

Konjacmehl stammt aus der Pflanzen-Knolle Amorphophallus Konjac. Daraus werden auch ähnliche Produkte wie Konjac-Kapseln, Konjac-Konzentrat und anderes hergestellt.

Unter der Bezeichnung Konjacmehl ist der neue Gelbildner schon seit Jahren bekannt.

Es handelt sich um ein traditionelles ballaststoffreiches Lebensmittel aus Japan, das eigentlich aufgrund seines hervorragenden Quellvermögens als Zusatzstoff für Nahrungsmittel dem Essen beigemischt wird.

In Japan wird Konjacmehl als Fettersatz gegessen oder zur Bindung von Speisen verwendet. Ebenso kann man geleeartige Süßigkeiten und Aspik daraus herstellen.

Mittels seines Wasserbindungsvermögens – bis zum 200fachen seines Gewichts – unterstützt dieser Rohstoff das Sättigungsgefühl und hilft dadurch beim Abnehmen. Für diesen Zweck darf man es aber nur in geringsten Mengen einsetzen und muß immer genügend dazu trinken.

Ihm wird ebenso eine cholesterinbeeinflussende Wirkung nachgesagt.

In der Kosmetikherstellung verwendet man Konjacmehl als natürlichen Gelbildner, ähnlich wie Xanthan.

Zu diesem Zweck mischt man das Konjacmehl in kleiner Menge dem fertigen Produkt bei und dispergiert es am besten mit einem Minimixer. Die Emulsion dann einige Zeit ausquellen lassen, bis der Gelbildner seine volle Wirkung entfaltet.

Man kann es auch bereits der heißen Wasserphase beimischen.

Achtung: Man sollte sich nicht verwirren lassen. Einige Firmen bieten Konjacmehl als Rohstoff für Kosmetik unter ähnlichem Namen völlig überteuert an. Wenn man auf die INCIs achtet, kann man aber sofort erkennen, ob es sich um normales Konjacmehl handelt.


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